
Bauhaus - Universität Weimar
Fr., 19. April bis Do., 30. Mai 2013
Die Werkschau von Studierenden, Lehrenden und Alumni der Bauhaus Universität Weimar zeigt Arbeiten als Experimente, Fragmente und Skizzen.
Die Aussstellung versteht sich, äquivalent zum Bauhaus in Weimar, als Dokumentation eines Laborcharakters und wird so nicht ausschließlich Arbeiten zeigen, die in der zeitgenössischen Kunst oder im aktuellen Design verortet sind.
Gezeigt wird eine kaleidoskopartige Vielfalt von Gestaltungsansätzen, die sich auch in architektonischen, ingenieurhaften und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen und somit unterschiedliche Disziplinen abbilden. Über die gezeigten Objekte, Modelle, Filme, Zeichnungen und Fotografien versteht sich die Ausstellungsgestaltung, die dazugehörige Publikation und der zeitbasierte Eröffnungsabend als eigenständige Arbeit.
Die Ausstellung ist kuratiert von Prof. Markus Weisbeck, Mathias Schmitt und Michael Ott, arrangiert wurde sie von Sebastian Schönheit

Abb.: Foto Horst Fenchel, Bildarchiv Foto Marburg
Freitag, 21. Juni 2013, ab 18 Uhr
Die Marburger Museen, der Marburger Kunstverein, die Marburger Galerien, Kunstforen und Ateliers und viele weitere Ausstellungsräume sind am 21. Juni 2013 von 18.00 – 24.00 Uhr geöffnet und laden zu einem Rundgang durch die Marburger Kunstszene ein.
Vernissagen, Lesungen, Live-Musik, Mitmachangebote, Filme, Vorträge und Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern begleiten diese 12. lange Nacht der Kunst. Alle Besucher erleben an diesem langen Abend das vielseitige Ausstellungsangebot in der Universitätsstadt Marburg.
In allen Ausstellungshäusern ist an diesem Abend freier Eintritt.

Abb.: „Exspectare 13“, 2010, C-Print,
170 × 100 cm
„Appearances“
7. Juni bis 25. Juli 2013
„Licht, Raum und Zeit sind die Eckpunkte der Fotografien von Nicole Ahland. Im analogen Arbeiten verankert, weiß sie sich neue konzeptionelle Wege für die Fotografie zu erschließen. Sie ist nicht an Mimesis und Abbildlichkeit interessiert, sondern an der Wirkung und Interaktion mit dem bewegten Gegenüber.
Ihre Lichteinstellungen variieren von greller Helligkeit bis zu fast vollkommener Dunkelheit. Unscharf, aber kontrastreich bringen sie im Grau ihrer Erscheinung alle Farben ins Leuchten. So lösen sie erste Empfindungen aus, die den Betrachter unmittelbar angehen. In sehr mattem, fast schon verlöschendem oder eben erst aufgehendem Licht zeigen sie sich im Ganzen, in Tiefenschärfe und feinsten Nuancen. Diese Fotos befassen sich mit architektonisch dichten Räumen, sie bringen sie zu einer dichten Erscheinung und machen sie geradezu mystisch erfahrbar.“ (Friedhelm Mennekes)
Nicole Ahland lebt und arbeitet in Wiesbaden

Abb.: „Strandir 7.9.2007“,
Acryl auf Leinwand, 160 × 210 cm
Foto: Annette Kradisch
„Schwarz“
7. Juni bis 25. Juli 2013
Werner Knaupp ist ein Künstler, der Grenzen überschreitet und dabei seine Kunst zu immer neuen Horizonten vorantreibt. In der Auseinandersetzung mit der Landschaft verwirft er radikal alle romantisierenden Vorstellungen. Seine Bilder von unwirtlichen Wüsten, Vulkanen, Bergen oder schroffen Klippen mit anbrandendem Meer lassen eine „Natur ohne menschliches Maß“ Erlebnis werden.
Auf Reisen, unter anderem in die Sahara und Antarktis, auf die Lofoten und Hawaii, nach Neuseeland und Island entwickelte Werner Knaupp sein Verständnis von Natur als „Kraftfeld“, dessen Energien er in Malerei übersetzt. (Neues Museum, Nürnberg)
Werner Knaupp lebt und arbeitet in Leimburg.

Abb.: Nadin Maria Rüfenacht,
aus der Serie: Jardin des Plantes, 14,
2009, C-Print
Abb.: Oskar Schmidt, „Ruhendes Mädchen“,
2006, C-Print
Fotografie aus Leipzig
2. August bis 19. September 2013
Gibt es eine Fotografie speziell Leipziger Prägung? Die kulturell vitale sächsische Stadt punktet mit Malern der Leipziger Schule und der Neuen Leipziger Schule. Lässt sich Vergleichbares auch von Künstlerinnen und Künstlern behaupten, die sich auf das Medium der Fotografie spezialisiert haben und als Lehrer, Studierende und Absolventen den Ruf der Hochschule für Grafik und Buchkunst heute prägen? Natürlich dient die Rede von Schulzusammenhängen oft genug dem Setzen von marktstrategischen Trends. Jenseits derartiger Motive zeigt ein Blick auf die Leipziger Tradition bis 1990 jedoch Prägungen durch sozial engagierte, Arbeitswelten und Alltag beobachtende Fotografen, die überwiegend im Schwarzweißmodus arbeiteten.
Während der vergangenen zwei Jahrzehnte ist diese Situation einer ästhetischen Pluralität gewichen, welche die Vielfalt des aktuellen Kunstgeschehens weltweit reflektiert.
Dabei treten dokumentierende, szenisch-inszenierte und konzeptuelle Ansätze heute kaum noch ‚sortenrein' in Erscheinung; vielmehr dominiert die Verschränkung unterschiedlicher Blickwinkel und stilistischer Präferenzen. Die Auswahl der künstlerischen Positionen für CROSSING VIEWS trägt dieser gewandelten Situation Rechnung. Vorgestellt werden Vertreter mehrerer Generationen mit recht unterschiedlichen, zum Teil auch kontrastierenden ästhetischen Perspektiven, deren Arbeiten dennoch Korrespondenzen erkennen lassen. So geht es ihnen einerseits immer noch um das genuin fotografische Programm, zu beobachten, aufzuzeichnen und ästhetisch zu ordnen, was an Vorfindlichem durch das Objektiv einer Kamera jeweils sichtbar wird. Andererseits ist ihre Bildsprache durch zahlreiche Referenzen in die Geschichte der Kunst geprägt – von der Frühromantik bis zur klassisch-modernen Malerei und Bildhauerei.
Gezeigt werden arbeiten von
Joachim Brohm, Silke Koch, Andrej Krementschouk, Nadin Maria Rüfenacht, Hans-Christian Schink, Oskar Schmidt, Erasmus Schröter

Abb.: o.T. (augen),
2008, Tusche, Kreide, auf Papier, 36 × 48 cm
„das staunen des kleibers
über sein dasein als spechtmeise“
27. September – 14. November 2013
Klaus Lomnitzers Malereien sind zum einen ungemein gegenstandstreu, so gut wie immer erkennt man auf seinen Bildern etwas Gegenständlich-Figürliches, und zum anderen ist seine Kunst außerordentlich gegenstandsfrei.
Die einerseits aus eigenen Erfahrungen, z. B. Wanderungen, Reisen oder Naturerlebnissen resultierende Bilderwelt wird ergänzt durch viele mediale Eindrücke unseres durchtechnisierten Zeitalters. In längeren Arbeitsprozessen entstehen so Bildwerke, die von organischen und biomorphen Formen geprägt sind. Mit aus der Natur entlehnten Formen, die er in unterschiedlichen Abstraktionsgraden und bisweilen surrealen Zusammenhängen präsentiert, verrätselt der Künstler die Welt, um sie jenseits ihrer vermeintlichen Konstruktion und Ausrechenbarkeit zu erkennen.
Klaus Lomnitzer, 1970 in Marburg geboren, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Abb.: „Doppelspucker“, 2012, Holz, Acryl- und
Kaseinfarbe, 56,5 × 21 × 28 cm
Malerei, Holzwerke
22. November 2013 – 09. Januar 2014
„Hüppis Werk setzt Zeichen, die weder gegenstandslos noch abstrakt sind, wenn dies auch bisweilen so scheint, wie zum Beispiel in seinen frühen Variationen auf das Zeichen „Baum“. Hüppi gehört in die Generation derjenigen, welche die Abstraktion der Jahre 1948 bis 1965 überwanden. Er schuf mit seinen Zeichen ihr Gegenbild. Er gestaltet sehr bewusst und präzise, da ist weder Zufall noch Automatismus trotz bisweilen spielerisch erscheinender Leichtigkeit. Da ist vielmehr Bewusstheit und Gewolltheit in klarer Form und Farbe jenseits des Spielerischen und der feinen Ironie, mit der er uns immer wieder einfängt. Diese apollinische Kühle und Klarheit liegt aber nur als Folie über dionysischem Feuer und Chaos, die immer wieder an die Oberfläche drängen. Hüppis Kunst ist die Kunst vom Menschen“. (Wolfgang Henze)
Hüppi ist seit 1993 Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Er lebt und arbeitet in Baden-Baden und Berlin.

Abb.: „Wilhelms Heimweg“, 2006, Dispersion auf Leinwand, 220 × 200 cm
Malerei und Grafik
21. Dezember 2012 – 7. Februar 2013
„Die komplexe Kombinatorik im Werk von Frank Schult mündet in eine wundersame Welt, die zur völligen Freiheit der Rezeption herausfordert. Die Arbeiten evozieren Gedankensprünge, die fern jeglicher Realität das Absonderliche provozieren.
Der Kosmos Frank Schults hat sich mit der absurden Inszenierung verbrüdert.“
-- Sven Nommensen --
Der Maler und Grafiker Frank Schult lebt und arbeitet in Celle. Erfahren Sie mehr über ihn auf seiner Homepage www.frank-schult.de
Zur Finissage der Ausstellung bieten wir Ihnen noch ein Highlight an.
Am 6. Februar 2013 um 18 Uhr wird der Künstler Frank Schult mit Prof. Dr. Horst Schwebel, dem ehemaligen Leiter des Instituts für Kirchenbau, im Kunstverein über seine Arbeiten sprechen.

Abb.: „Two Feelings“, 2011-2012, Mischtechnik auf Leinwand, 180 × 210 cm
„Die Fülle der Leere“
15. Februar bis 4. April 2013
Die Gemälde von Hideaki Yamanobe strahlen große Ruhe und eine konzentrierte, in sich gesammelte Kraft aus. Mit ihrer unaufdringlichen, ebenso introvertierten wie selbstbewussten Präsenz fordern sie eine geduldige und aufmerksame Betrachtung. Das hat zunächst mit ihrem weitgehenden Verzicht auf Farbigkeit zu tun, da sie den Augen keine vordergründigen, allzu schnell mit Assoziationen verknüpften koloristischen Reize bieten. Schwarz, Weiß und deren unzählige Abmischungen als Graustufen sind hier die Farben. Den spannungsreichen Abstraktionen Hideaki Yamanobes, der Offenheit und Vielschichtigkeit seiner Bilder liegt eine grundlegende kulturelle Zweiheit zugrunde: Dem Künstler, der seit etwa 20 Jahren überwiegend in Deutschland lebt, gelingt es, ein westlich geprägtes Malereiverständnis, das ganz auf den malerischen Prozessen selbst basiert, so mit einer spezifisch japanischen Bild- und Materialsensibilität zu verbinden, dass sich daraus eine ganz eigene, ebenso leise wie kraftvolle Bildsprache ergibt.
Hideaki Yamanobe lebt und arbeitet in Köln und Tokio

Abb.: „Epic No. 824“, 2012, Bleistift und Öl auf Leinwand, 40 × 40 cm
„Spezifische Objekte“
15. Februar bis 4. April 2013
Linie. Sie kommt in allen Dingen der Welt vor, die entstehen, wachsen, sich entwickeln und verschwinden sowie eine Spur hinterlassen. Sie ist überall, sowohl im Berg als auch im Wasser; im Licht und in den Gesichtszügen der Menschen; im Gebäude und im Gegenstand.
Die Linien der Welt sind aber nicht selbständig. Sie schreiben allem Existierenden das optische Attribut zu.
Meine Linie soll nicht mehr als Attribut dienen, sondern vollkommen selbständig existieren. Sie soll ein spezifisches Wesen mit eigenem Begriff und eigener Identität sein. Ich stelle die Linie selbst dar, anstatt Wellen, Licht, Gesichtszüge oder Fluchtlinien nachzumalen.
Meine Objekte aus Linien sind rein optisch. Sie existieren lediglich in meiner optischen Welt, innerhalb meines Bildraums. Sie sind Illusion. Scheinbar widersprüchlich sind sie zugleich auf der Bildoberfläche als gemalte Linien real vorhanden. Aber gerade im Spannungsfeld zwischen rein optischer Illusion und realem Wesen begegne ich immer wieder den spezifischen Objekten; den Linien, die für sich selbst sprechen. (Young-La Park)
Young-La Park lebt und arbeitet in Los Angeles